Thief (Foto: Parc Circus)

Thief (1981)

Regie, Drehbuch: Michael Mann nach The Home Invaders: Confessions of a Cat Burglar von Frank Hohimer (i.e. John Allen Seybold); Kamera: Donald Thorin; Musik: Tangerine Dream; Darsteller: James Caan, Tuesday Weld, Willie Nelson, James Belushi, Dennis Farina. 35mm, Farbe, 122 min

 
Thief erzählt aus dem Alltag des Profidiebs Frank in knappen, dichten Szenen, die eine ganze Chicagoer Halbwelt atmen. Diebstahl als eine Präzisionsarbeit mit schweren industriellen Gerätschaften. Michael Mann schenkt den Arbeitsschritten solche Aufmerksamkeit, dass man am Ende selbst mit Bunsenbrenner und Sauerstofflanze umgehen zu können vermeint. Mit der Kassierin Jessie möchte Frank ein neues Leben anfangen. Christian Petzold: „Zwei, die schon beschädigt sind und nicht so tun, als wüssten sie das nicht. Erwachsene.“ Die ungelenke Collage, die Frank Jessie in der berührendsten Szene anstelle einer Liebeserklärung entgegenstreckt, verdichtet all seine Hoffnungen und Ambitionen in ein herzzerreißendes Wunschbild. Als die Wirklichkeit in Gestalt eines Gangsters, der ihn zum Lohnarbeiter machen will, Franks Seifenblase platzen lässt, schaltet er auf Autopilot, Modus „Engel der Zerstörung“. Tod oder Freiheit: Selten war ein Finale so unterkühlt und überhitzt. Petzold: „Liebe Arbeit Kino.“ (N.P.)

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