Imitation of Life

Imitation of Life (1959)

Regie: Douglas Sirk; Drehbuch: Eleanore Griffin, Allan Scott nach dem Roman von Fannie Hurst; Kamera: Russell Metty; Musik: Frank Skinner; Darsteller: Lana Turner, John Gavin, Sandra Dee, Susan Kohner, Juanita Moore, Troy Donahue, Mahalia Jackson. 35mm, Farbe, 124 min
 

Douglas Sirks titanischer Abschlussfilm und größter Erfolg. Schon der Titel eine Zusammenfassung der zweischneidigen Inszenierungsstrategie: ein Familienmelodram, überzeugend durchgespielt, aber von der Mise en scène ständig kritisch gebrochen, ironisch und analytisch vertieft. Christian Petzold: „Lana Turner und John Gavin mögen im Hauptraum agieren, die Credits haben und auf dem Plakat sein. In ihren Geschichten und Konflikten ist aber die Grundgeschichte, das Urverbrechen, eingewebt, der Rassismus. Diese Geschichte spielt auf Seitenbühnen, in Nebenräumen. Die Türen dorthin hat Detlef Sierck geöffnet.“ Während Lana Turners Star-Schauspielerin für die Broadway-Karriere sogar Tochter und Liebhaber links liegen lässt, fasst das Kind ihrer gutherzigen schwarzen Haushälterin in niederen Showbiz-Regionen Fuß, indem es sich als Weiße ausgibt. Beide leben eine „imitation of life“. Für den Höhepunkt sorgt indes der Tod: eine unvergessliche Begräbnisprozession zu Mahalia Jacksons Gospel. (C.H.)

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