Two Seconds

Two Seconds (1932)

Regie: Mervyn LeRoy; Drehbuch: Harvey Thew nach dem Stück von Elliott Lester; Kamera: Sol Polito; Musik: W. Franke Harling; Darsteller: Edward G. Robinson, Vivienne Osborne, Guy Kibbee, Preston Foster, J. Carrol Naish. 35mm, s/w, 67 min

 

Zwei Sekunden dauert es, bis die Gehirnfunktion des Verurteilten am elektrischen Stuhl aussetzt, erklärt der Gefängnisarzt den vor der Hinrichtungskammer versammelten Reportern. „Gee“, entfährt es einem anwesenden Studenten: „Those’ll be the longest two seconds he ever lived!“ Worauf der Henker den Strom aktiviert – und sich der Film Two Seconds zur Rückblende wandelt, in der blitzartig das Leben des Delinquenten an ihm vorüberzieht: John Allen, braver Bauarbeiter, hatte größere Ambitionen als die Kollegen, auch in der Liebe. Bis ihm eine blonde dance hall siren (Vivienne Osborne) Schnaps einschenkt ... Als er aus dem Rausch erwacht, ist er mit ihr verheiratet – und sein Leben wird zum depressiven Höllenfahrtsruin mit Todesfolge, von Mervyn LeRoy zur expressionistisch eskalierenden Noir-Vorahnung gesteigert, gekrönt von einer Herzensschrei-Performance, die den absoluten Höhepunkt in der diesbezüglich nicht armen Karriere Edward G. Robinsons markiert. (C.H.)
 

Preserved by the Library of Congress

Spieltermine:

Mo 16.05.2016 19:00
(Engl. OmdU)