The Bowery

The Bowery (1933)

Regie: Raoul Walsh; Drehbuch: Howard Estabrook, James Gleason nach Chuck Connors von Bessie Roth Solomon & Michael L. Simmons; Kamera: Barney McGill; Musik: Alfred Newman; Darsteller: Wallace Beery, George Raft, Fay Wray, Jackie Cooper, George Walsh. 35mm, s/w, 91 min

Raoul Walshs Rückkehr an Orte seiner Kindheit und seines ersten Langfilms Regeneration (1915), dessen Kampf-Klimax er hier (und Martin Scorsese in Gangs of New York) wieder aufgreift. New York in den naughty nineties. Der Prolog preist die Bowery als "liveliest mile on the face of the globe". Die anarchische Kindlichkeit und aufgeblähte Virilität von Wallace Beery und George Raft verlängern diese Meile in ein Turnierfeld für Boxen, Wettkampf und Saufgelage. Das Abenteuer erobert die Stadt, macht sie aphrodisiakisch und lockend wie das fernste Timbuktu oder Tortuga. Urbaner Alltag, von Walsh und seinen Helden verwandelt in ein immenses Gelächter, einen verrückten Genuss, in ein Spiel, das vor Vergnügen, Tollheit und Lust, den drei Säften des Abenteuers, zu bersten droht. Walsh oder die Liebe zum Leben: "The world in his arms." Kaum ein anderer Regisseur hat in den 1930er Jahren so offene, vitale, zwischen den Genres flackernde, alle Formeln sprengende Filme gemacht wie er. (H.T.)

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