Force of Evil

Double Feature

Force of Evil (1948)

Regie: Abraham Polonsky; Drehbuch: Polonsky, Ira Wolfert nach Wolferts Tucker's People; Kamera: George Barnes; Musik: David Raksin; Darsteller: John Garfield, Thomas Gomez, Marie Windsor, Beau Bridges. 35mm, s/w, 78 min. Engl. OF*

10 min Pause

Deutschland im Jahre Null / Germania, anno zero (1948)

Regie: Roberto Rossellini; Drehbuch: Rossellini, Max Colpet, Carlo Lizzani; Kamera: Robert Juillard; Musik: Renzo Rossellini; Darsteller: Edmund Meschke, Ernst Pittschau, Ingetraud Hintze, Erich Gühne, Franz Krüger. 35mm, s/w, 73 min. Dt. OF

Zwei Mal Systemanalyse, 1948. Force of Evil ist ein Traktat vom organisierten Verbrechen. Kapitalismus und Kriminalität sind bei Polonsky ein Zwillingspaar. Diesen Blick auf die Dinge weiß er in Hollywood einzuschmuggeln, indem er sich an die mythische Ikonografie des Gangsterfilms und die Erzählform der Schwarzen Serie hält. Hinter den Kulissen torpediert er jedes erdenkliche Klischee, was die Zensoren in Weißglut versetzt. Danach Rossellinis Versuch über Berlin und die Innenwelt der Deutschen. Mit der vermeintlichen Ungerührtheit des liebenden Herzens folgt Rossellini den Gängen eines blassen, blonden Buben durch die Wüsteneien der "Reichshauptstadt". Keine Miene verrät, keine ablesbare Handlung erklärt, was im Inneren des Knaben vor sich geht. Der Krieg: beendet. Das barbarische Denken wirkt weiter. (H.T.)

* Restaurierte Fassung des UCLA Film & Television Archive

Spieltermine: