Der Prozess

Der Prozess (1948)

Regie: Georg Wilhelm Pabst; Drehbuch: Kurt Heuser, Rudolf Brunngraber, Emeric Roboz; Kamera: Oskar Schnirch, Helmuth Ashley; Musik: Alois Melichar; Darsteller: Ernst Deutsch, Ewald Balser, Marianne Schönauer, Josef Meinrad, Heinz Moog, Gustav Diessl. 35mm, s/w, 109 min
 
Zum Auftakt:
Welt im Film
Empfang Erich von Stroheims in Wien (1948) 35mm, s/w, 35 sek
Thomas Mann in Frankfurt / Otto Abetz Prozess (1948) 35mm, s/w, 3 min
 
1882: In einem ungarischen Dorf ist eine minderjährige Magd verschwunden – schnell verbreitet sich das Gerücht, das Christenmädchen sei einem jüdischen Ritualmord zum Opfer gefallen. Zuletzt gesehen wurde sie beim Tempeldiener, dem auf Betreiben von antisemitischen Honoratioren der Prozess gemacht wird. Erzwungene Aussagen und andere Manipulationen sorgen für Pogromstimmung, die um sich greifende Hysterie triumphiert letztlich über alle Tatsachen: Die Synagoge wird niedergebrannt, der Prozessverlauf scheint unausweichlich – bis zur Neubestellung des Verteidigers in Gestalt eines vorurteilslosen Rechtsanwalts. G.W. Pabst wollte die historische "Affäre von Tiszaeszlár" schon in der Zwischenkriegszeit in Frankreich verfilmen, nach seinen Regiearbeiten unter dem NS-Regime galt die dichte Milieustudie Der Prozess 1948 als sein "Rehabilitationsprojekt", ist dabei durchdrungen von Zweifeln und Ungewissheit über die Zukunft. (C.H.)

Spieltermine: