Sündige Grenze (Fotograf: Arthur Grimm, Foto: Deutsches Filminstitut)

Double Feature

Sündige Grenze (1951)

Regie, Drehbuch: Robert A. Stemmle; Kamera: Igor Oberberg; Musik: Herbert Trantow; Darsteller: Inge Egger, Dieter Borsche, Cornelia Froboess, Jan Hendriks, Gisela von Collande, Peter Mosbacher. 35mm, s/w, 88 min

Die Alm an der Grenze (1951)

Regie: Walter Janssen, Franz Antel (ungenannt); Drehbuch: Aldo von Pinelli, Peter Ostermayr, Antel nach Der Besondere von Ludwig Ganghofer; Kamera: Werner Krien, Peter Haller; Musik: Bernhard Eichhorn; Darsteller: Richard Häußler, Inge Egger, Willy Rösner, Ingeborg Cornelius. 35mm, s/w, 93 min

In den ersten Nachkriegsjahren lebten viele Menschen in den Grenzgebieten des Landes vom Schmuggel – der Schwarzmarkt wollte beliefert werden, wo offiziell selbst das Lebensnotwendigste kaum zu bezahlen war. Sündige Grenze, in seiner Mischung aus neorealistischem Exposé, Recherche-Noir und Religionsdrama ein veritables Unikum des Kinos jener Jahre, berichtet von den Rabatzern: Kindern, die im Dreiländereck bei Aachen vor allem Kaffee über die Grenze brachten. Walter Janssens Die Alm an der Grenze wiederum ist Paradebeispiel für den schwarzen Heimatfilm: eine Paranoia-Parabel nach Ganghofer, in der die Angst vor den Fremden (lies: den Flüchtlingen) kongenial als Genrestück um Schieber verarbeitet wird. Im Übrigen der wohl einzige bedeutende Film, bei dem Franz Antel an der Regie beteiligt war – uncreditiert. (O.M.)

Einführung von Olaf Möller

10 min Pause

Spieltermine: