Epilog

Epilog (1950)

Regie: Helmut Käutner; Drehbuch: Robert A. Stemmle, Käutner; Kamera: Werner Krien; Musik: Bernhard Eichhorn; Darsteller: O.E. Hasse, Fritz Kortner, Horst Caspar, Hans-Christian Blech, Paul Hörbiger, Peter van Eyck. 35mm, s/w, 84 min


14. August 1949: Auf einer Fahrt von Hamburg gen Schottland sinkt die Orplid unter ungeklärten Umständen. Peter Zabel, rasender Reporter alter Schule, geht an die Recherche – etwas stimmt hier nicht, angefangen mit dem Schiff, einer Luxusyacht, die in den späten 1930ern im Auftrag eines Nazibonzen gebaut worden war, sich in der Nachkriegszeit aber größter Beliebtheit in alliierten Administrationskreisen erfreute. An Bord befand sich ein Querschnitt der werdenden NATO-Welt (welch saftiger Hohn, dies mit Mörikes Fabelland zu vergleichen): ein Waffenhändler, ein Kriminaler aus Übersee, Vaganten der Meere, ein paar Unschuldige und viele, um die's nicht schade war. Zabel geht den Dingen auf den Grund – um am Ende von seinem Chef zu hören: Machen sie doch 'nen Roman aus der Sache. Und mildern sie ein paar Krassheiten, bauen sie die Liebesgeschichte aus, finden sie irgendein anderes Motiv für das Attentat. Was ganz Normales, zum Beispiel, ein Wahnsinniger hat die Bombe gelegt oder so. (O.M.)

Einführung von Olaf Möller

Spieltermine: