Schwarzer Kies (Fotograf: Gabriele Du Vinage)

Schwarzer Kies (1961)

Regie: Helmut Käutner; Drehbuch: Käutner, Walter Ulbrich; Kamera: Heinz Pehlke; Musik: Bernhard Eichhorn; Darsteller: Helmut Wildt, Ingmar Zeisberg, Anita Höfer, Hans Cossy, Peter Nestler. 35mm, s/w, 112 min

In der Nähe eines Dorfs im Hunsrück wird von der US-Armee eine NATO-Militärbasis errichtet. 6000 Soldaten sind gekommen, die keiner wirklich mag, aber mit denen man hervorragend Geschäfte machen kann. Prostitution und Schwarzmarkt blühen, ein Lkw-Fahrer transportiert Kies für den Ausbau der Basis und verdient doppelt, indem er die Ware unter der Hand an deutsche Bauunternehmen verkauft. Als ihm die Polizei auf die Schliche kommt, ergreift er die Flucht und überfährt ein Liebespaar. Ein bedrückendes Psychogramm der mit neuen kulturellen und wirtschaftlichen Identitäten konfrontierten deutschen Nachkriegsgesellschaft, damals rundweg abgelehnt und in Oberhausen 1961 von der "Jungen Filmkritik" mit dem "Preis für die schlechteste Leistung eines bekannten Regisseurs" bedacht. Nach der Premiere kam es wegen Antisemitismus-Vorwürfen zu Selbstzensur-Kürzungen: Nur mehr diese Verleihfassung ist auf 35mm verfügbar, auch so bleibt Schwarzer Kies einer der großen Filme seiner Zeit. (C.H.)

Einführung von Olaf Möller mit Zuspielung der zensierten Szenen

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