Siamo uomini o caporali? (Sind wir Menschen oder Feldwebel?)

Siamo uomini o caporali? (Sind wir Menschen oder Feldwebel?) (1955)

Regie: Camillo Mastrocinque; Drehbuch: Antonio de Curtis (i.e. Totò) u.a.; Kamera: A. Tonti, R. Pallottini; Musik: Alessandro Cicognini; Darsteller: Totò, Paolo Stoppa, Fiorella Mari, Sylva Koscina, Pasquale De Filippo. 35mm, s/w, 96 min*

Zum Auftakt:
La terra vista dalla luna (Die Erde vom Mond gesehen) (1967) von Pier Paolo Pasolini. Darsteller: Totò, Ninetto Davoli, Silvana Mangano, Laura Betti. 35mm, Farbe, 31 min. Ital. OmdU**

Theater-Kleinstdarsteller Totò Esposito hält die Niedertracht des Direktors nicht mehr aus und versucht ihn zu ermorden. Klappt nicht. Totò kommt in die Psychiatrie und erzählt einem Arzt die furchtbare Geschichte seines Lebens. Ein erstaunliches Werk, das zu den wenigen gehört, die Totò persönlich entwickelte: eine Komödie über Kriegs- und Nachkriegszeit, darin über soziale Typen und Gewaltverhältnisse – und deren historische Beständigkeit. Paolo Stoppa spielt denn auch alle Widersacher Totòs im Zyklus der Erniedrigungen, ob Theaterdirektor, Faschist, Nazi, US-Offizier oder Skandaljournalist. Lesen lässt sich diese immense Groteske der moralischen Beunruhigung auf vielfältige Weise: ein Werk der allumfassenden Verdammnis oder des Die-doch-auch!-Relativismus? (O.M.) Vorspiel: Pasolinis erstaunlicher Ausflug in den Existen-zialismus als Groteske mit philosophischer (Totò-)Bilanz: "Tot oder lebendig sein ist dasselbe."

*Print courtesy Istituto Luce – Cinecittà
**Print courtesy Cineteca di Bologna

Spieltermine:

Do 13.04.2017 20:45
(Ital. OmeU)
Sa 06.05.2017 21:00
(Ital. OmeU)