Éloge de l’amour (Auf die Liebe)

Éloge de l'amour (Auf die Liebe) (2001)

Regie, Drehbuch: Jean-Luc Godard; Kamera: Julien Hirsch, Christophe Pollock; Musik: Maurice Jaubert, Arvo Pärt u.a.; Darsteller: Bruno Putzulu, Cécile Camp, Jean Davy, Françoise Verny, Noël Simsolo. 35mm, Farbe und s/w, 98 min

Zum Auftakt:
De l'origine du XXIe siècle (Vom Ursprung des 21. Jahrhunderts) (2000) von Jean-Luc Godard; Kamera: Julien Hirsch. Video, Farbe, 16 min

Éloge de l'amour oder: assoziative Fragmente der Geschichte eines Künstlers, der nicht weiß, ob er sein Projekt als Film, Buch oder gar als Oper anlegen soll – und derjenigen seiner (unmöglichen) Liebe. Dabei nicht nur inhaltlich ein Film über den Verlust (vor allem: des analogen Films und der damit aufgezeichneten Geschichte), wie er Godard zur Millenniumswende umtreibt, sondern auch formal: erst "Gegenwartshandlung" in strahlendem Schwarzweiß, Paris verzaubert wie bei den Gebrüdern Lumière und desillusioniert wie bei Godard selbst 1964 in Une femme mariée, dann Sturz in die Vergangenheit in exzessiv übersteuerten Videofarben (die Godard-pervers nur in der 35mm-Ausspielung ihre ganze grässliche Pracht entfalten). Gerade in seiner Entrücktheit: ein Geisterfilm für das 21. Jahrhundert. Davor Godards bildgewaltige Rückschau auf die barbarischen Quellen selbiger Epoche: ein Krieg-Kino-Montage-Furioso. (C.H.)

Spieltermine:

Sa 22.04.2017 21:00
(Frz. OmdU)
Mi 03.05.2017 21:00
(Frz. OmdU)