Heimkehr, 1941, Gustav Ucicky

Vortrag Gertrud Koch

Adressierte Bilder – Film als Medium des Theaters. Zu Heimkehr im/in Burgtheater

NS-Filme werden mittlerweile oft umgerahmt: vom historischen Produktionshintergrund abgelöst, als scheinbar unabhängige "open texts", die wieder neu gesehen werden können. Dagegen beharrt Jelinek auf der Unheimlichkeit der Kontinuität. Heimkehr wird zum Zeichen einer Gegenwärtigkeit, die sich nicht verschieben lässt, weder zurück in die Vergangenheit noch ganz aus ihr heraus. Die Rhetorik des Films ist die einer direkten Ansprache, und so stellt sich heute die politische Frage: Wer wird hier angesprochen und wer fühlt sich aufgerufen durch Filme wie Heimkehr?

Gertrud Koch: Professorin für Filmwissenschaft (FU Berlin, Brown University, USA). Arbeitsgebiete: Ästhetische Theorie, Politische Repräsentation und Kritische Theorie. Rezente Bücher: Breaking Bad (2015), Die Wiederkehr der Illusion (2016), Zwischen Raubtier und Chamäleon (2016). Mitherausgeberin zahlreicher Zeitschriften.

Freier Eintritt

Spieltermine: