Valahol Európában (Irgendwo in Europa) (Foto: Cinémathèque suisse)

Valahol Európában (Irgendwo in Europa) (1948)

Regie: Géza von Radványi; Drehbuch: Radványi, Balázs Béla, Máriássy Félix, Fejér Judit; Kamera: Hegyi Barnabás; Musik: Buday Dénes; Darsteller: Somlay Artúr, Gábor Miklós, Bánki Zsuzsa, Bárdy György. 35mm, s/w, 102 min

Ein auch international mit Staunen aufgenommener Schlüsselfilm des Nachkriegskinos, von Radványi Géza alias Géza von Radványi, Grenzgänger zwischen ungarischem und deutschem Kino, aus einer autobiografischen Erfahrung entwickelt: Bei der Eroberung Budapests 1945 wurde er von der Roten Armee auf einen Hungermarsch geschleppt, bevor er sich auf dem Heimweg einer streunenden Kinderbande anschloss, die vor Raub und Mord nicht zurückschreckte: "Sie dachten sich nicht einmal etwas dabei, bestimmt nichts Böses. Sie waren Engel oder Teufel, wie man will." (Géza von Radványi). Irgendwo in Europa entwirft in brodelnder, leidenschaftlicher Mischung aus "sowjetischen" Montage-Kaskaden und neorealistischen Impulsen eine verzweifelte, aber nicht hoffnungslose Passion aus den Trümmern: vom rücksichtslosen Überlebenskampf einer Gruppe Kriegswaisen und ihrer Verfolgung durch die Autoritäten zur insistierenden Bekräftigung des Prinzips Hoffnung. (C.H.)

Spieltermine:

Mi 31.05.2017 19:00
(Ungar. OmdU)