À nous la liberté (Es lebe die Freiheit)

À nous la liberté (Es lebe die Freiheit) (1931)

Regie, Drehbuch: René Clair; Kamera: Georges Périnal; Musik: Georges Auric; Darsteller: Raymond Cordy, Henri Marchand, Paul Ollivier, Rolla France, Jacques Shelly. 35mm, s/w, 84 min

"Die Freiheit ist alles, was zählt, aber der Mensch hat die Gefängniszelle erfunden", tönt zu Anfang ein Lied. Dennoch wagen zwei Sträflinge einen Ausbruchsversuch: Der eine scheitert, der andere entkommt mit einem Rad (und gewinnt gleich ein Rennen). Bald wird er Leiter einer erfolgreichen Phonographen-Fabrik, deren mechanisierte Abläufe samt Wachpersonal verdächtig an die Zeit in der Haft erinnern – die Fließband-Szenen hingegen lassen an Modern Times von Charles Chaplin denken, der sich von À nous la liberté offensichtlich inspirieren ließ. Als Ex-Knastbrüder den Neo-Industriellen erpressen wollen, schenkt er seinen Arbeitern die Fabrik. René Clairs Hauptwerk: eine soziale Utopie, in der Slapstick-Anarchie und musikalische Eleganz in glücklicher Zweisamkeit harmonieren, ein unwiderstehlich ausgelassenes Mahnmal dafür, dass Arbeit – vor allem – schändet. (C.H.)

Print courtesy Institut français

Spieltermine:

Di 16.05.2017 21:00
(Frz. OmeU)