Fort Apache

Fort Apache (1948)

Regie: John Ford; Drehbuch: Frank S. Nugent nach der Erzählung Massacre von J.W. Bellah; Kamera: Archie Stout; Musik: Richard Hageman; Darsteller: John Wayne, Henry Fonda, Shirley Temple, John Agar, Ward Bond. 35mm, s/w, 128 min

Ein Schlüsselfilm im Werk John Fords, damit des Kinos: Auftakt zur meisterhaften Kavallerie-Trilogie, Studie über Führerschaft und Hybris – und Paraphrase von Custers letzter Schlacht am Little Big Horn. Mit Fort Apache versenkt sich Ford endgültig in die singuläre Ästhetik seines Spätwerks, immer weniger dem Erzählen einer Geschichte verpflichtet als dem Erschaffen eines sozialen Kosmos voll moralischer Herausforderungen. Gefordert sind auch die exzellenten Hauptdarsteller-Kontrahenten: Henry Fonda als kommandierender Leuteschinder von West Point, John Wayne als mit den indianischen Gepflogenheiten vertrauter Veteran, der vergeblich das Massaker im Monument Valley zu verhindern sucht. Der Wechsel zwischen kühler Analyse und emphatischer Rekonstruktion des Lebens der Militärgemeinschaft (kulminierend in einer großen Tanzszene) endet mit der verstörenden Vorahnung von Fords Liberty Valance: Überliefert werden (müssen) nicht die Fakten, sondern die Legende. (C.H.)

Restaurierte Fassung der Library of Congress

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