Holy Motors

Holy Motors (2012)

Regie, Drehbuch: Leos Carax; Kamera: Caroline Champetier, Yves Cape; Musik: Neil Hannon; Darsteller: Denis Lavant, Edith Scob, Eva Mendes, Kylie Minogue, Michel Piccoli, Leos Carax. 35mm, Farbe, 115 min

Zum Auftakt:
Screening Room (1968/2012) von Morgan Fisher. 16mm, s/w, 6 min
 
Zwei buchstäblich bewegte Kinofantasien. Holy Motors beginnt mit unruhigen Träumen von den Anfängen des Kinos, dann wird ein mysteriöser Mann (Denis Lavant) in einer Limousine durch Paris kutschiert. Auf dem Rücksitz schminkt und verkleidet er sich immer wieder neu. Jede Fahrt bringt ihn in ein anderes Leben, in einen anderen Film – er wird zur alten Bettlerin, zum Auftragsmörder, zum Motion-Capture-Tänzer ... und Carax inszeniert jede Episode völlig anders: eine Hymne an die Vielfalt des Kinos und eine analog betriebene Welt im Angesicht der digitalen Kultur. Davor schlägt in Morgan Fishers Screening Room die Kamera den Weg in den Kinosaal ein, den der Zuschauer eben genommen hat – und zoomt in die mit Weißlicht bestrahlte Leinwand. Ein Stück "expanded cinema", dessen (wenige) Versionen Fisher für spezifische Kinos erstellt hat, so auch für das Österreichische Filmmuseum. (C.H.)

Spieltermine:

Di 05.09.2017 21:00
(Frz. OmdU)