Nema-ye nazdik / Close-Up

Nema-ye nazdik / Close-Up (1990)

Regie, Drehbuch, Schnitt: Abbas Kiarostami; Kamera: Ali Reza Zarrindast; Musik: Kambiz Roushanavan; Darsteller: Hossain Sabzian, Mohsen Makhmalbaf, Hossain Farazmand, Abbas Kiarostami. 35mm, Farbe, 98 min

Zum Auftakt:
Por primera vez (Zum ersten Mal) (1967) von Octavio Cortázar. 35mm, s/w, 9 min Span. OmeU
 
Abbas Kiarostamis überragender Film entstand, als man im Westen seinen Namen langsam zu memorieren begann: Close-Up ist das bislang letzte Wort auf dem Gebiet der Spiegelung von Film im Film – und eine zutiefst berührende, tragikomische Studie über kreative Auswege aus der Einsamkeit. Erzählt wird die unglaubliche, wahre Geschichte eines mittellosen iranischen Filmnarren, der sich bei einer gutsituierten Teheraner Familie unter dem Vorwand einquartiert, er sei der berühmte Regisseur Mohsen Makhmalbaf und wolle einen Film über sie machen. Kiarostami lässt die Beteiligten selbst die Geschichte nachspielen, vom ersten Zufallstreffen bis zum Gerichtsprozess nach der Entlarvung. Die Anwesenheit der Kamera, das Wissen ums "Kino" verändern Wert und Wesen von allem, was vorfällt, Close-Up selbst inbegriffen: das Heisenbergsche Unschärfeprinzip des Films. Zur Einstimmung: ein berühmtes Dokument über die erste Begegnung der Bewohner eines kubanischen Dorfs mit dem Wunder des Kinos. (C.H.)

Spieltermine:

Mo 09.10.2017 19:00
(Farsi OmeU)