Le Mépris (Die Verachtung)

Le Mépris (Die Verachtung) (1963)

Regie, Drehbuch: Jean-Luc Godard nach Il disprezzo von Alberto Moravia; Kamera: Raoul Coutard; Musik: Georges Delerue; Darsteller: Brigitte Bardot, Michel Piccoli, Jack Palance, Fritz Lang, Jean-Luc Godard, Raoul Coutard. 35mm, Farbe, 102 min
 
Zum Auftakt:
Mosaik Mécanique (2008) von Norbert Pfaffenbichler. Musik: Bernhard Lang. 35mm, s/w, 10 min
 
Fritz Lang spielt einen Regisseur namens Fritz Lang, der auf Capri die Odyssee verfilmt. Jean-Luc Godard spielt Jean-Luc Godard. Michel Piccoli erinnert an Michel Piccoli und zugleich an eine Synthese aus Godard und Dean Martin in Minnellis Some Came Running. B.B. spielt B.B. und Jack Palance einen Hollywood-Produzenten, der mit der Macht und dem Dollar verheiratet ist und sich wie Jack Palance gebärdet. Le Mépris: ein Film über Verachtung, die all jenen gebührt, die sich am "Markt, wo die Lügen gekauft werden", prostituieren. Opulente Askese. Die breitesten Bilder in Franscope. Das röteste Rot. Der Inbegriff von Blau. Himmel, Meer. Am Beginn eine Filmkamera. Am Ende der Tod, der (wie Fritz Lang sagt) "keine Lösung darstellt". Und der Versuch, ihm zu trotzen – filmend. (H.T.) Als Entrée zerlegt Norbert Pfaffenbichler einen Chaplin-Kurzfilm in Einzelszenen und setzt diese zum Raum und Zeit sprengenden Gesamtbild-Raster wieder zusammen.

Spieltermine:

Di 10.10.2017 20:45
(Frz. OmdU)