General'naja linija / Staroe i novoe (Die Generallinie / Das Alte und das Neue)

General'naja linija / Staroe i novoe (Die Generallinie / Das Alte und das Neue) (1926-29)

Regie: Sergej Eisenstein, unter Mitarbeit von Grigorij Aleksandrov; Kamera: Ėduard Tissė, Vladimir Popov; Darsteller: Marfa Lapkina, Vasja Buzenkov, Nežnikov, Čuchmarev, Ivan Judin. Sovkino (Moskau). 35mm, s/w, ca. 108 min

Nach Jahrhunderten von Leibeigenschaft, Welt- und Bürgerkrieg sowie Konfiszierungen im "Kriegskommunismus" ist ein russisches Dorf am Ende. Eine Bauernmagd ruft die Bauern zur Kooperation auf. Während sie versucht, deren Skepsis, Trägheit und Trunksucht zu überwinden, besorgt sie mit Hilfe eines Agronomen einen Separator zur Milchentrahmung und eröffnet eine Kooperative. Ein Sowchos schenkt den Bauern einen Zuchtstier – eine "Stiergenossenschaft" entsteht. Arbeiter helfen, die Sabotage durch den sowjetischen Bürokratismus zu überwinden und den ersten Traktor zu bekommen. Halb Dokumentar-, halb Spielfilm, von Sergej Eisenstein als "Aufschrei über die katastrophale Situation des Dorfes" erdacht, doch vom "Traktor der nächsten Wende in der Politik" erdrückt. Auf Anweisung Stalins, der die Kooperation durch die Kollektivierung ersetzte, wurde die Generallinie zensiert, in Das Alte und das Neue umbenannt und dann ganz verboten. (Kleiman & Sopin)

Einführung von Naum Kleiman und Artiom Sopin am 14.10.
Am Klavier: Elaine Loebenstein am 14.10.

Spieltermine:

Sa 14.10.2017 18:30
(Russ. OmdU)
Mi 01.11.2017 18:30
(Russ. OmeU)