Putevka v žizn' (Der Weg ins Leben) (1931

Putevka v žizn' (Der Weg ins Leben) (1931)

Regie: Nikolai Ėkk; Drehbuch: Ėkk, Regina Januškevič, Aleksandr Stolper; Kamera: Vasilij Pronin; Darsteller: Jyvan Kyrlja, Nikolaj Batalov, Michail Džagofarov, Michail Žarov, Marija Gonta. Mežrabpomfil'm (Moskau). 35mm, s/w, 112 min

Nach dem Bürgerkrieg ziehen verwaiste Kinder durch die Straßen: Banden, die von Bettlerei und Diebstahl leben. Die Miliz schickt sie in Kinderheime oder in Jugendarrest. Der Pädagoge Sergejev schlägt eine Kinderkommune vor, wo die Waisen Berufe lernen und durch freie Arbeit Geld zum Leben verdienen. Seine Methode: Lächeln und Vertrauen statt Zwang und Schrecken. Gemeinsamer Eisenbahnbau ändert die Psyche der Kinder. Der Ex-Bandenführer opfert sein Leben für die Sache der Kommune. Der erste sowjetische Tonspielfilm war weltweit ein Riesenerfolg. In Wirklichkeit wandelte sich die Idee der Umerziehung von Menschen durch gesellschaftlich nützliche Arbeit in die Schaffung von "Arbeitslagern": das GULag-System. Bezeichnend das Schicksal von Matvej Pogrebinskij, dem Vorbild für Sergejev: Die von ihm gegründete Kommune wurde 1937 aufgelöst, er selbst erschoss sich vor der Verhaftung, sein Buch Fabrik der Menschen wurde aus den Bibliotheken entfernt und vernichtet. (Kleiman & Sopin)

Spieltermine:

Mo 16.10.2017 18:30
(Russ. OmeU)
Fr 03.11.2017 18:30
(Russ. OmeU)