Dela i ljudi (Die Taten und die Menschen) (Foto: Gosfilmofond of Russia)

Dela i ljudi (Die Taten und die Menschen) (1932)

Regie, Drehbuch: Aleksandr Mačeret; Kamera: Aleksandr Gal'perin; Musik: Sergej Germanov, Nikolaj Krjukov, Vissarion Šebalin; Darsteller: Nikolaj Ochlopkov, Viktor Stanicyn, Aleksandr Gejrot. Sojuzkino (Moskau). 35mm, s/w, 97 min

Der US-Ingenieur Clines wird auf eine Großbaustelle eingeladen. Er sorgt mit seiner Brigade für hohe Arbeitsproduktivität. Brigadier Zacharov fordert Clines zum Sozialistischen Wettbewerb heraus, welcher, wie die Zeitungen schreiben, im Gegensatz zur kapitalistischen Konkurrenz steht. Aber Zacharov mangelt es an Wissen und Erfahrung. Nachdem er sich diese (nicht ohne Clines' Mithilfe) angeeignet hat, kämpft er um den Sieg – das symbolisiert den Erfolg der beschleunigten Industrialisierung der UdSSR unter der Devise "Amerika einholen und überholen". Als einer der ersten sowjetischen Tonfilme ist Mačerets Debüt im Agit-Prop-Stil gemacht: Mit Agitation und Propaganda ist das Kino aufgerufen, am wirtschaftlichen Leben teilzunehmen und die Menschen zu erziehen. Der Filmhistoriker Jevgenij Margolit kommentiert in Die Lebenden und die Toten: "Im Rahmen der industriellen Agit-Prop-Film-Utopie wird der Mensch selbst als Mechanismus betrachtet, der zu vervollkommnen ist." (Kleiman & Sopin)

Spieltermine:

Do 19.10.2017 18:30
(Russ. OmdU)
So 05.11.2017 18:30
(Russ. OmdU)