Vremja, vpered (Zeit, voran!)

Vremja, vpered (Zeit, voran!) (1965)

Regie: Michail Švejcer, Sof'ja Mil'kina; Drehbuch: Valentin Kataev, Švejcer; Kamera: Naum Ardašnikov, Jurij Gantman; Musik: Georgij Sviridov; Darsteller: Sergej Jurskij, Inna Gulaja, Tamara Semina, Leonid Kuravlev, Radnėr Muratov. Mosfil'm (Moskau). 35mm, s/w, 155 min

Anfang der 1930er Jahre, der Bau des Magnitogorsker metallurgischen Kombinats. Ingenieur Margulies und Kollegen beschließen, den in Charkov aufgestellten Weltrekord in der Betonerzeugung in einer Arbeitsschicht zu brechen. Der Erfolg sorgt für Elan: Arbeit vom Morgen bis in die Nacht, fieberhafte Anspannung der Kräfte und Nerven. Der Chefingenieur, der um seine Position fürchtet, gibt den Auftrag, die Qualität des Betons zu prüfen. Der sowjetische Zuschauer konnte verstehen: Die Denunziation des Ingenieurs wird in Kürze, in den Jahren des Großen Terrors (1937–39), zu seiner Erschießung als "Volksfeind" oder seinem Verschwinden im GULag führen. Im virtuosen polyphonen Crescendo der Handlung schuf Švejcer ein kollektives Porträt der Masse in ihrem Enthusiasmus – der aufrichtig ist, aber zermürbend für die Menschen. Dem Wesen nach widerspricht der Sozialistische Wettbewerb der Planwirtschaft und erinnert an einen Sportwettkampf. (Kleiman & Sopin)

Spieltermine:

Do 19.10.2017 20:30
(Russ. OmdU)
So 05.11.2017 20:30
(Russ. OmdU)