U samogo sinego morja (Am blauesten aller Meere) (Foto: Cinémathèque suisse)

U samogo sinego morja (Am blauesten aller Meere) (1935)

Regie: Boris Barnet; Drehbuch: Klimentij Minc; Kamera: Michail Kirillov; Musik: Sergej Potockij; Darsteller: Elena Kuz'mina, Nikolaj Krjuckov, Lev Sverdlin. Mežrabpomfil'm (Moskau). 35mm, s/w, 71 min

Nach einem Schiffbruch wirft das Meer zwei Burschen ans Ufer: einen Russen und einen Aserbaidschaner. Sie geraten in einen Fischerei-Kolchos, wo sich beide in dasselbe Mädchen verlieben. Als sie endlich zu einem Geständnis bereit sind, stellt sich heraus, dass das Mädchen einen Verlobten hat, der bald von der Armee zurückkehren soll. Am blauesten aller Meere erwies sich als eine der klarsten Ausformulierungen von Boris Barnets Filmwelt. Anders als in Okraina (1933) findet man hier keine feine psychologische Charakterisierung seiner Helden, auch wenn sich Lev Sverdlin (ein Schauspieler des Meyerhold-Theaters) als ausdrucksstarker Darsteller erwies, der zu nuancenreichem Spiel fähig ist. Die Unvollkommenheit des Skripts erhöhte die Rolle der Regie, vor allem bei der Schaffung der Atmosphäre. Barnet lässt in einem Fischerdorf am Meeresufer eine bedingt idyllische Welt erstehen – die Utopie einer Gemeinschaft, in der die Menschen natürliche, ehrliche Beziehungen pflegen. (Kleiman & Sopin)

Einführung von Christoph Huber

Spieltermine:

So 22.10.2017 18:30
(Russ. OmeU)
Do 09.11.2017 18:30
(Russ. OmeU)