Ključ bez prava peredači (Ein Schlüssel, den man nicht weitergeben darf) (Foto: Cinémathèque suisse)

Ključ bez prava peredači (Ein Schlüssel, den man nicht weitergeben darf) (1976)

Regie: Dinara Asanova; Drehbuch: Georgij Polonskij; Kamera: Jurij Veksler, Dmitrij Dolinin; Musik: Evgenij Krylatov; Darsteller: Elena Proklova, Aleksej Petrenko, Marina Levtova. Lenfil'm (Leningrad). 35mm, Farbe, 97 min

Eine junge Lehrerin verkehrt mit den Schülern der obersten Klasse beinahe wie mit ihresgleichen, sie diskutieren ethische Fragen und kritisieren die konformistische Welt der Eltern und anderer Lehrer. Als das bekannt wird, verschärfen sich die Konflikte in der Schule, zudem erweist sich die Position der Lehrerin als nicht ganz so edelmütig, wie es schien. Ein Schlüssel, den man nicht weitergeben darf verhandelt ähnliche Themen wie Frühling des Lebens, aber bei Dinara Asanova steht die Unmöglichkeit geradliniger Urteile in Fragen der Ethik im Vordergrund. Der Schuldirektor erhält besondere Bedeutung, er wird fast zum Sprachrohr der Filmemacherin. Laut Asanova hat es dessen Darsteller Aleksej Petrenko "sogar geschafft, dass der Titel des Films nicht mehr ganz zutreffend ist – so einem Menschen kann und soll man den Schlüssel zu den Herzen der Schüler geben". (Kleiman & Sopin)