Last Supper (Foto: Museum of Fine Arts, Houston)

Programm 8: 1992–1996

Last Supper (1992) von Robert Frank. Drehbuch: Frank, Sam North, Michal Rovner; mit Zohra Lampert, Bill Rice, Taylor Mead, John Larkin. 16mm, Farbe, 49 min
Moving Pictures (1994) von Robert Frank. Mit Allen Ginsberg, Harry Smith, Jean-Luc Godard, June Leaf. Video, Farbe und s/w, 17 min
Flamingo (1996) von Robert Frank. Schnitt: Laura Israel. Video, s/w, 5 min
Summer Cannibals (1996) von Robert Frank. Kamera: Kevin Kerslake; Musik: Patti Smith. Video, s/w, 4 min
 
Auf einem heruntergekommenen New Yorker Grundstück warten Partygäste vergebens auf den Gastgeber, einen Schriftsteller mit biografischen Frank-Anklängen. Die bühnenhafte Konstruktion von Last Supper wird von dokumentarisch anmutenden Szenen durchbrochen, in denen die "wirklichen" Bewohner des Viertels auftreten. Danach Moving Pictures: der Grabstein von Robert Franks Eltern in Zürich. Freunde, Familie, Filmemacher. Stumme, großartige Gedächtnisarchäologie. Zum Ausklang zwei gigantische Vignetten, die dem Konkreten eine geheimnisvolle Aura verleihen und zum Faszinierendsten in Franks Werk zählen: Flamingo, ein dichtes Video über Fotografie und Hausbau, und der kongeniale Musik-Clip Summer Cannibals zu Patti Smiths gleichnamiger Rockhymne. (C.H.)

© Robert Frank, distributed by The Museum of Fine Arts, Houston