Liebelei

Liebelei (1933)

Regie: Max Ophüls, Drehbuch: Hans Wilhelm, Curt Alexander, Ophüls nach Arthur Schnitzler; Kamera: Franz Planer; Musik: Theo Mackeben; Darsteller: Paul Hörbiger, Magda Schneider, Luise Ullrich, Gustav Gründgens. 35mm, s/w, 87 min Restaurierte Fassung
 
Nicht Wien, sondern der melancholische und grausame Traum einer Stadt, rekonstruiert in den Studios von Berlin. Keine Angleichungen an die Wirklichkeit, sondern Atelier-Träume. Winter in Straßen, die visuelle Gedichte sind. Tänze vor Spiegeln. Pferdeschlittenfahrten im Schnee. Gefühle oder vielmehr deren wunderbares Vorspiel. Liaisonen, die Lieben werden könnten, doch nur Liebschaften bleiben. Die Tugend des Leichten: das Weibliche, Sanfte, Gleitende, Freiflutende. Dem entgegen das Prinzip des Rigiden, Abschneidenden. Das Duell. Das Militär. Die Standesehre. Die Macht der Regeln; Terror der Usancen. Liebelei beschwört Unvereinbarkeiten. Die Personen gehen, sie gehen fort oder gehen zu Tode. Was bleibt: leere Räume, Aussparungen im Film. Ophüls: "Oft höre ich von Leuten die Bitte, noch einmal einen so einfachen, ruhigen Film wie diesen zu machen; ich glaube nicht, dass ich es nicht mehr könnte, aber ich habe niemals mehr einen Stoff von solcher Stille gefunden." (H.T.)
 
Einführung von Alexandra Seibel

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