Aufnahmen aus Arizona oder New Mexico, gefilmt im Februar/März 1939

Das Filmprogramm

Was tun mit Filmmaterial, das sich nicht zu Werken schließt? Was Mapping Colin Ross für den digitalen Raum unternimmt, erprobt das Programm Treibgut. Colin Ross für den Kinosaal. Die Filmbestände von Colin Ross in der Sammlung des Österreichischen Filmmuseums sind Formen versprengter Überlieferung: Outtakes, die nie Eingang in Ross' abendfüllende Reisefilme gefunden haben, Weiterbearbeitungen von bereits fertig gestellten Filmen, etwa für stumme Vortragskopien. Gerade in seiner bruchstückhaften Anordnung birgt dieses Footage wesentliche Aspekte der massenkulturellen Symbiose von Reise und Film unter dem Markennamen Colin Ross: die Unverfrorenheit des Kamera-Autodidakten; die alerte Anpassungsfähigkeit des Vortragenden an sein Publikum; die Kernfamilie Ross als Produktions- und Erzählprinzip.

Ausschnitte der Ross-Filmmaterialien werden von Nico de Klerk, Joachim Schätz und Katalin Teller vorgestellt und durch zeitgenössische Textpassagen von und über Colin Ross begleitet. Von den vermeintlichen Rändern des Reisefilms her kommen seine Verknüpfungen mit anderen Medien der Unterhaltung und Volksbildung besonders deutlich zum Vorschein. (Joachim Schätz)

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