Key Largo, 1948, John Huston

Key Largo (1948)

Regie: John Huston; Drehbuch: Huston, Richard Brooks nach dem Theaterstück von Maxwell Anderson; Kamera: Karl Freund; Musik: Max Steiner; Darsteller: Humphrey Bogart, Edward G. Robinson, Lauren Bacall, Lionel Barrymore, Claire Trevor, Monte Blue. 35mm, s/w, 100 min
 
John Hustons filmisches Verfahren orientiert sich am Genie des Chamäleons. "Ich inszeniere immer so, wie es für den jeweiligen Film am besten ist", umschreibt er sein Desinteresse an einer feststehenden Handschrift. Huston verleiht diesem Zwitter aus Gangsterfilm und Selbstachtungsdialogen eine eigene Textur, die das Wort überholt, indem es seine Essenz optisch zum Leben erweckt. "Vermittlung einer Stimmung von Eingeschlossensein und Klaustrophobie durch Begrenzung der Handlung auf schmalen Raum und kontinuierliche Kamerabewegung", hat Karel Reisz das trefflich beschrieben. Die Spannung zwischen Edward G. Robinson (als Gangster bigger than life) und Bogart (als verbitterter Ex-Soldat) verdichtet Karl Freund in gestaffelten Gruppenbildern und Plansequenzen, die dem Film den Charakter einer einzigen langen Einstellung verleihen: subtropische Nacht im Foyer eines Hotels auf den Florida Keys, ein Morgen auf nebliger See, ein tödliches Duell in lastend schwüler Atmosphäre. (H.T.)

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