Au hasard Balthazar (Zum Beispiel Balthasar), 1966, Robert Bresson (Foto: Stadtkino Basel)

Au hasard Balthazar (Zum Beispiel Balthasar) (1966)

Regie, Drehbuch: Robert Bresson; Kamera: Ghislain Cloquet; Musik: Jean Wiener, Franz Schubert; Darsteller: Anne Wiazemsky, Walter Green, François Lafarge, Jean-Claude Guilbert, Philippe Asselin, Pierre Klossowski. 35mm, s/w, 94 min
 
Bressons emotional und thematisch reichster Film: die Geschichte des Esels Balthasar und seiner Besitzer – unter anderem ein starrsinniges Bauernmädchen, ein satanischer Halbstarker mit Engelsstimme und ein nahezu heiliger, stets betrunkener Narr. Ein Katalog der bewussten und unbewussten Grausamkeiten, die Menschen einander und anderen Kreaturen antun. Die entmutigenden Ereignisse werden dabei mit melancholischem Gleichmut verzeichnet, was Au hasard Balthazar seltsamerweise zu einem der schönsten, berührendsten Mysterienspiele der Filmgeschichte macht. Tiere haben bei Bresson immer wieder eine wesentliche, beinahe metaphorische Rolle gespielt – die gejagten Hasen in Mouchette, das unerträgliche Winseln des Hundes in L'Argent; in Balthasars leeren Augen, auf die die Kamera immer wieder blickt, scheint sich auf unergründliche Weise die Traurigkeit der Welt zu spiegeln. (C.H.)
 
Mit Dank an das Institut français

Spieltermine:

Sa 07.04.2018 19:00
(Frz. OmeU)