Calamari Union, 1985, Aki Kaurismäki (Foto: Marja-Leena Helin)

Calamari Union (1985)

Regie, Drehbuch: Aki Kaurismäki; Kamera: Timo Salminen; Musik: Casablanca Vox, Olavi Virta, John Coltrane, Elmore James, Chuck Berry, John Lee Hooker, Ben E. King, Peter Iljitsch Tschaikowski; Darsteller: Kari Heiskanen, Timo Eränkö, Asmo Hurula, Matti Pellonpää, Aki Kaurismäki. 35mm, s/w, 82 min
 
15 sonnenbebrillte Männer, die alle Frank heißen, und einer namens Pekka (der als einziger nur Englisch spricht), brechen aus dem Arbeiterviertel von Helsinki auf, um im reichen Distrikt Eira auf der anderen Seite der Stadt ein besseres Leben zu finden. Doch unterwegs wird ein Frank nach dem anderen vom Schicksal ereilt: Von Frauen oder Geschäften werden sie vom Weg abgebracht, die allermeisten ereilt ein absurder Tod. Nur die besten kommen durch ... vielleicht. Ein erstes Kaurismäki-Musik-Road-Movie, nicht nur geografisch bizarr verdichtet, sondern auch erzählerisch: Als würde man in einem Witz leben, was gar nicht lustig ist. Fast alle Franks werden von Größen der finnischen Rockszene gespielt, die für Aki Kaurismäki ebenso wichtiger Bezugspunkt war wie Luis Buñuel, dessen selbstverständlicher Surrealismus Pate für diesen inspirierten Low-Budget-Schnellschuss war – das Resultat, so Jean-Pierre Gorin, "wirkt wie Fellinis I vitelloni, gedreht von Dreyer". (C.H.)

Spieltermine:

Do 12.04.2018 21:00
(Finnische OmeU)