Carmen, 1918, Ernst Lubitsch (Foto: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung)

Carmen (1918)

Regie: Ernst Lubitsch; Drehbuch: Hanns Kräly; Kamera: Alfred Hansen; Darsteller: Pola Negri, Harry Liedtke, Leopold von Ledebur, Wilhelm Diegelmann, Grete Diercks. 35mm, s/w, ca. 87 min
 
Carmen ist Ernst Lubitschs zweiter "dramatischer Großfilm" nach Prosper Merimées Geschichte über die treulose Zigeunerin, die einem spanischen Offizier den Kopf verdreht und ins Unglück stürzt. Lubitsch dreht Carmen, während die deutsche Westfront zusammenbricht. Am Premierentag, erinnert sich Pola Negri, waren im Berliner Kino die Schüsse des Bürgerkriegs zu hören. Dem Film haftet seine Entstehungszeit kaum an, auch wenn er durchaus deutsche Züge trägt. Lubitsch schätzte den Film genau aus diesem Grund und nannte ihn neben Madame Dubarry und Anna Boleyn als einen seiner "drei hervorragenden" Kostümfilme: Dort sei es ihm gelungen, sich "von der gängigen italienischen Schule, die der Großen Oper verwandt war", zu unterscheiden. (C.H.)
 
Am Klavier: Gerhard Gruber

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