Mies vailla menneisyyttä (Der Mann ohne Vergangenheit), 2002, Aki Kaurismäki (Foto: Malla Hukkanen)

Mies vailla menneisyyttä (Der Mann ohne Vergangenheit) (2002)

Regie, Drehbuch: Aki Kaurismäki; Kamera: Timo Salminen; Musik: Marko Haavisto & Poutahaukat, Tapio Rautavaara, The Renegades, Blind Lemon Jefferson; Darsteller: Markku Peltola, Kati Outinen, Juhani Niemelä, Sakari Kuosmanen, Kaija Pakarinen, Peter von Bagh. 35mm, Farbe, 96 min
 
Zum Auftakt:
Dogs Have No Hell (2002) von Aki Kaurismäki; Kamera: Timo Salminen; Darsteller: Kati Outinen, Markku Peltola. 35mm, Farbe, 11 min
 
Ein Zugreisender wird nach der Ankunft in Helsinki von Hooligans krankenhausreif geschlagen. Im Hospital schon für tot erklärt, reißt er sich beim Erwachen die Bandagen weg und taumelt ins Freie. Er hat sein Gedächtnis verloren und findet Unterkunft in einer Containersiedlung für Obdachlose, wo ein treuer Hund und eine wortkarge Heilsarmistin (Kaurismäki-Axiom Kati Outinen) seine Lebensgeister wecken. Trotz bürokratischer Hürden gelingt durch die Solidarität der sozialen Außenseiter (inklusive Rockabilly-Musikkapelle) ein Neuanfang. Als charmant-minimalistisches Sozialmärchen in leuchtenden Primärfarben begegnet Der Mann ohne Vergangenheit der Globalisierungstragik (deren absurde Seite anhand von Sushi im finnischen Speisewagen erforscht wird) mit dem großen, utopischen Entwurf einer anderen Welt. (C.H.)
 
Die Vorstellung findet im Rahmen der 8. Wiener Integrationswoche statt.

Spieltermine:

Fr 27.04.2018 21:00
(Finnische OmdU)