Leningrad Cowboys Meet Moses, 1994, Aki Kaurismäki

Leningrad Cowboys Meet Moses (1994)

Regie, Drehbuch: Aki Kaurismäki; Kamera: Timo Salminen; Musik: Leningrad Cowboys, Mauri Sumén; Darsteller: Leningrad Cowboys, Matti Pellonpää, Kari Väänänen, André Wilms, Aki Kaurismäki. 35mm, Farbe, 93 min
 
Am Ende von Leningrad Cowboys Go America verschlug es die bizarre Band nach Mexiko, wo sie seither durch maßloses Tequila-Trinken standesgemäß verlottert ist. Doch in Moses (Matti Pellonpää), der ihrem treulosen Manager Vladimir verblüffend ähnelt, finden sie den Propheten, der sie ins gelobte Land Sibirien zurückbringen will. Die Reise quer durch Europa bietet Anlass für noch mehr verrückte Abenteuer und multikulturelle Musikeinlagen. Aki Kaurismäkis zweiter Cowboys-Film wurde damals gar nicht geschätzt, wohl auch, weil er wirklich Ausdruck einer gewissen Verbitterung war. Tatsächlich ist dieses vom Kommunistischen Manifest wie von der Bibel inspirierte Road Movie ein schonungsloses Porträt des neuen Europa im Zeichen der EU. Dass die Sowjetunion das Paradies ist, schien wohl als Gipfel der Frechheit: gerade ein vermeintlicher Spaßfilm wie dieser als unverblümtes politisches Kino zur Zeit – typisch Kaurismäki! (C.H.)

Spieltermine:

Mo 30.04.2018 21:00
(Engl. OmdU)