Deutschland im Herbst, 1978, Alf Brustellin, Rainer Werner Fassbinder, Alexander Kluge, Maximiliane Mainka, Edgar Reitz, Katja Rupé & Hans Peter Cloos, Volker Schlöndorff, Bernhard Sinkel

Deutschland im Herbst (1978)

Regie, Drehbuch: Alf Brustellin, Rainer Werner Fassbinder, Alexander Kluge, Maximiliane Mainka, Edgar Reitz, Katja Rupé & Hans Peter Cloos, Volker Schlöndorff, Bernhard Sinkel, Kamera: Michael Ballhaus, Jürgen Jürges, Dietrich Lohmann u.a. mit Rainer Werner Fassbinder, Liselotte Eder (i. e. Pempeit), Armin Meier, Enno Patalas, Mario Adorf, Angela Winkler, Manfred Zapatka. 35mm, Farbe und sw, 120 min
 
Eine direkte Reaktion von namhaften Figuren des Neuen Deutschen Films auf den von Terrorangst geprägten "Deutschen Herbst" – im September/Oktober 1977 folgten die Ermordung Hans Martin Schleyers, die Flugzeug-Geiselnahme in Mogadischu und der Tod der RAF-Anführer im Gefängnis Stammheim unmittelbar aufeinander. Gerahmt von Begräbnisaufnahmen von Schleyer und der Stammheim-Toten, pendeln die Episoden zwischen Dokument und Fiktion, schwarzem Humor und Verzweiflung: Als Zeitdokument ist Deutschland im Herbst noch immer aussagekräftig, selbst die schwächeren Sektionen brennen vor Engagement und Dringlichkeit. Unter den Höhepunkten ist Rainer Werner Fassbinders Beitrag der unvergesslichste – und einer der persönlichsten Filme aller Zeiten. Fassbinder entblößt sich buchstäblich vor der Kamera, rasend und verletzlich, sich windend, wimmernd: in den Ruinen einer Beziehung, in den Ruinen eines Staates. (C.H.)

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