Acht Stunden sind kein Tag, 1972-73, Rainer Werner Fassbinder

Acht Stunden sind kein Tag (1972–73)

Folge 2

Regie, Drehbuch: Rainer Werner Fassbinder, Kamera: Dietrich Lohmann, Musik: Jean Gepoint, Darsteller: Gottfried John, Hanna Schygulla, Luise Ullrich, Werner Finck, Kurt Raab, Andrea Schober, Irm Hermann, Hans Hirschmüller, Margit Carstensen, Lilo Pempeit, Ulli Lommel, Walter Sedlmayr, Helga Feddersen, Valeska Gert, Eva Mattes, Marquard Bohm, Klaus Löwitsch. DCP (von 16mm), Farbe, 467 min (Folge 2: 99 min). Restaurierte Fassung
 
Rainer Werner Fassbinders erstes Fernsehserienprojekt hielt sich scheinbar an die Vorgaben populärer Hauptabendunterhaltung: Die zwischenmenschlichen Konflikte und Alltagsprobleme in der Familie des Kölner Werkzeugmachers Jochen (Gottfried John) sowie seiner Kollegen und Verwandten liefern eine bewährte Gefühlsbasis, um authentisch aktuelle Probleme anzugehen: von Wohnungsnot und "selbstverständlichem" Rassismus zum Protest gegen Missstände am Arbeitsplatz, inklusive Lösungsansätzen. Fassbinder verzichtete auf Stilisierungen, inszenierte aber mit bewährter kinematografischer Kraft. Acht Stunden sind kein Tag ist die Apotheose von Fassbinders utopischem Projekt, das breite Publikum unterhaltsam anzusprechen und ihm dabei tiefere Einsichten zu ermöglichen. Die Familienserie blieb nach der aufsehenerregenden Erstausstrahlung lange Zeit eines der "unsichtbarsten" Werke Fassbinders, um mit der Restaurierung 2017 ein triumphales Comeback zu feiern. (C.H.)
 
Pro Folge gilt 1 Euro Solidarbeitrag für Aktion Kulturpass.

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