Ivanovo detstvo (Iwans Kindheit), 1962, Andrej Tarkovskij

Ivanovo detstvo (Iwans Kindheit) (1962)

Regie: Andrej Tarkovskij; Drehbuch: Vladimir Bogomolov, Michail Papava nach Ivan von Bogomolov; Kamera: Vadim Jusov; Musik: Vjačeslav Ovčinnikov; Darsteller: Nikolaj Burljaev, Valentin Zubkov, Evgenij Žarikov, Stepan Krylov, Irina Tarkovskaja. 35mm, sw, 94 min
 
Szenen einer abgekürzten, dann abgebrochenen Kindheit zur Zeit des Großen Vaterländischen Krieges: Ivans Eltern werden von deutschen Soldaten ermordet, der Bub kann entkommen, will Rache üben an den faschistischen Bestien, wird Partisan, wird sterben. Am Ende ein Traum; an dessen Ende: ein toter Baum. Das alles wird erzählt als ein Gewebe aus Zeit, als ein langes Warten auf die nächsten Befehle, Einsätze, Opfer. Ein klassisches Debüt-Sujet für einen sowjetischen Filmemacher, charakterisiert durch den Humanismus des Tauwetter-Kinos. Zugleich aber auch schon ein Werk, das allein Andrej Tarkovskij zu schaffen gegeben war: ein verhaltenes Beobachten der Zeit, ihres Verrinnens in den Wandlungen der wahrnehmbaren Welt. Und darin: ein Versuch über den Krieg als religiöse Erfahrung, wenn die Wehrmacht mit den vier Reitern der Apokalypse gleichgesetzt oder ein Flugzeugwrack zum Kreuz-Symbol wird. (O.M.)
 
Courtesy of Slovenska kinoteka
 

Spieltermine:

So 13.01.2019 15:00
(Russ. OmdU)