La voce della luna (Die Stimme des Mondes), 1990, Federico Fellini

La voce della luna (Die Stimme des Mondes) (1990)

Regie: Federico Fellini; Drehbuch: Fellini, Tullio Pinelli, Ermanno Cavazzoni; Kamera: Tonino Delli Colli; Musik: Nicola Piovani; Darsteller: Roberto Benigni, Paolo Villaggio, Nadia Ottaviani, Marisa Tomasi. 35mm, Farbe, 120 min
 
Geschichten unter dem Vollmond oder ein Pinocchio-Märchen aus dem Italien von 1990 mit Roberto Benigni als weisem Narren und Dummen August, der zusammen mit anderen Außenseiter-Clowns und Eigenbrötlern hilflos durchs laute und öde Labyrinth der Moderne stolpert, um immer wieder in Nächte mit Zikaden, schimmernden Nebeln und Leuchtkäfern zurückzufinden, Nächte mit flüsternden Frauenstimmen, ondulierten Vorhängen, Wetterleuchten, beweglichen Schattenmustern, offenen Feuern vor Friedhöfen und Ziegelscheunen in der Romagna. Ein altmodischer, kleiner, wundersamer Film in dem alle früheren Filme Fellinis als Reflex, Variation, Zitat oder obsessionelle Gedächtnis-Gebetsmühle anwesend sind – goldgelb, zeitgeistbunt, lunarisch blau. (H.T.)