Walkabout, 1971, Nicolas Roeg

Walkabout (1971)

Regie, Kamera: Nicolas Roeg; Drehbuch: Edward Bond nach dem Roman von Donald G. Payne; Musik: John Barry; Darsteller: Jenny Agutter, Luc Roeg, David Gulpilil, John Meillon. 35mm, Farbe, 100 min
 
Hinter den roten Ziegelmauern der Zivilisation öffnet sich die unendliche Sandwüste des australischen Outback. In diesem Niemandsland stranden ein Teenager-Mädchen aus Sydney und ihr kleiner Bruder, nachdem ein Picknick-Ausflug in einem selbstmörderischen Akt väterlichen Wahnsinns endet. Das Zufallstreffen mit einem jungen Aboriginie (David Gulpilil), der gemäß traditionellem Initiationsritus – dem Walkabout – auf seinem Traumpfad durch die Wildnis zieht, stellt ihnen einen kundigen Führer zur Seite: Die behüteten weißen Kinder werden erstmals mit Tod, Sex und der Gewalt der Natur konfrontiert, doch die Differenzen zwischen den Kulturen bleiben unüberwindbar. Die Entdeckungsreise komponiert Kameramann Roeg in seiner ersten Solo-Regiearbeit als Fiebertraum atemberaubender Landschaftsbilder und kosmischer Klangwelten, vom Schnitt kombiniert in kritischen Kontrasten. Ein Hauptwerk Roegs sowie des australischen Kinos – dem das Filmmuseum im April und Mai eine große Retrospektive widmet. (C.H.)
 
Einführung von Dominik Graf am 2. März

Courtesy of Janus Films