A Funny Thing Happened on the Way to the Forum, 1966, Richard Lester (Foto: Park Circus/MGM Studios)

A Funny Thing Happened on the Way to the Forum (1966)

Regie: Richard Lester; Drehbuch: Melvin Frank, Michael Pertwee nach dem Musical von Burt Shevelove und Larry Gelbart; Kamera: Nicolas Roeg; Musik: Stephen Sondheim; Darsteller: Zero Mostel, Phil Silver, Buster Keaton, Michael Crawford, Jack Gilford. 35 mm, Farbe, 99 min
 
"Now, back to Rome for a quick wedding – and some slow executions." Antik-Farce in moderner Überlichtgeschwindigkeit, frei nach Komödien von Plautus als Stephen-Sondheim-Show auf die Broadway-Bühne gehievt, dann in Filmform gebracht von Richard Lester, König kontemporären Comedy-Einfallsreichtums u.a. dank seiner Beatles-Filme. Das Bühnenhafte des Vorlagen-Prinzips zuschlagender Türen und sich überkreuzender Intrigen macht Lester im Dauerfeuer der Hochtempo-Gag-Kaskaden und der respektlosen Rasanz von Schnitt wie Kamera (partner in crime: Nicolas Roeg) vergessen. Stattdessen orgiastisches Kinofest der akrobatischen Verrenkungen im lautmalerischen Wortspiel und im Slapstick der Körper, serviert von Spezialisten wie Buster Keaton (in seiner letzten Spielfilmrolle) und Zero Mostel, der als Sklave Pseudolus zur Freiheitsgewinnung eine Lawine von Verwechslungen und römischen Dekadenzfreuden lostritt. Aber wozu sich mit Handlung aufhalten? "Tragedy tomorrow – comedy tonight!". (C.H.)