Ataman Kodr, 1958, Michail Kalik, Boris Rycarev, Ol'ga Ulickaja (Foto: Arsenal Berlin)

Ataman Kodr (1958)

Regie: Michail Kalik, Boris Rycarev, Ol'ga Ulickaja; Drehbuch: Semen Moldovan, Oleg Pavlovskij; Kamera: Vadim Derbenev; Darsteller: Lev Poljakov, Inna Kmit, Aleksandr Širvindt, Mikaėla Drozdovskaja, Anatolij Larionov. 35mm, Farbe, 76 min
 
Während ehemalige Partisanen noch Polemiken gegen seinen Diplomfilm schrieben ("So waren wir nicht!" prangte es in den offiziösen Zeitungen), erhielt Kalik den folgenreichen Auftrag, ein Prestigeprojekt der Moldova-Film aus der Not zu retten: Ol'ga Ulickaja, seit den 1930ern in verschiedenen künstlerischen Funktionen für das Filmstudio in Kišinev tätig, drohte an der Inszenierung von Ataman Kodr zu scheitern. Frisch erprobt in der Gestaltung rasanter Reitergefechte und traumverlorener Landschaften, vollendeten Kalik und Rycarev den Film, der im Bessarabien des Jahres 1833 angesiedelt ist und vom Knecht Todoltoh erzählt, der sich aus Liebe zu einer Frau gegen seinen Herrn auflehnt. Der von ihm initiierte Gaiduken-Aufstand entwickelt sich zu einer gleichsam sozialistischen Befreiungsbewegung, deren Verve sich nicht zuletzt den intensiven Sovcolor-Farben und soghaften Plansequenzen verdankt. (G.V.)
 
Courtesy of Gosfilmofond

Spieltermine:

So 03.03.2019 19:00
(Russ. OmdU)
Sa 09.03.2019 19:00
(Russ. OmdU)