Shlosha v‘achat (Drei und eins), 1974, Michail Kalik (Foto: Gosfilmofond)

Shlosha v'achat (Drei und eins) (1974)

Regie: Michail Kalik; Drehbuch: Kalik, Shammai Golan nach einer Erzählung von Maksim Gor'kij; Kamera: Viktor Belokopytov; Darsteller: Ori Levy, Yona Elian, Assi Dayan, Eli Avivi, Eugene Blau, Lorensa Coldwill, Rafi Nelson. 35mm, Farbe, 86 min. Hebräisch OmdU*
 
Davor:
Neotpravlennoe pismo v Moskvu (Der nicht abgeschickte Brief nach Moskau) (1977) Michail Kalik. 16mm, Farbe, 32 min. Russ. OmdU
 
Für sein erstes (und einziges) Langfilmprojekt in Israel wählte Kalik einen russischen Stoff: die Erzählung "Malwa" von Maksim Gor'kij , die er als Allegorie auf den Staat Israel anlegte und unmittelbar vor dem Jom-Kippur-Krieg 1973 ansiedelte. Kaliks Hauptfigur, ein Veteran des israelischen Unabhängigkeitskrieges, ein im Beruf erfolgreicher Familienvater, verlässt eines Tages Frau und Sohn, um an der Meeresküste mit seiner jungen Geliebten Malwa ein neues Leben zu beginnen. Ein in schillernden Farben und Kostümen inszenierter Film, in dem Kalik mit dem dialektischen Blick des Exilanten nach einer Neubestimmung sucht: Was vermag der utopische Gedanke in einem Staat, der sich auf dem Weg vom Sozialismus zum Kapitalismus befindet? Davor ein filmischer Brief an einen kürzlich verstorbenen jüdischen Freund aus Moskauer Tagen, dem Kalik einst die Antwort auf einen Brief versagte und nun von seinem neuen Leben in Israel erzählt. (G.V.)
 
Einführung von Gary Vanisian am 6. März

*Courtesy of Jerusalem Cinematheque

Spieltermine:

Mi 06.03.2019 21:00
(Hebräisch OmdU & Russ. OmdU)
Mi 13.03.2019 19:00
(Hebräisch OmdU & Russ. OmdU)