Charlie's Country, 2013, Rolf de Heer (Foto: National Film and Sound Archive of Australia)

Charlie's Country (2013)

Regie: Rolf de Heer; Drehbuch: De Heer, David Gulpilil; Kamera: Ian Jones; Musik: Graham Tardif; Darsteller: David Gulpilil, Peter Djigirr, Luke Ford, Jennifer Budukpuduk Gaykamangu, Peter Minygululu. DCP, Farbe, 108 min
 
Aus der freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Regisseur Rolf de Heer und Schauspieler David Gulpilil bei The Tracker und Ten Canoes entstand ein autobiografisch inspirierter Film, der sich mit Gulpilils Leben und der Geschichte seines Landes auseinandersetzt. Gulpilil, der als Jugendlicher durch seine Rolle in Nicolas Roegs Walkabout berühmt wurde, ist im fortgeschrittenen Alter in eine gesellschaftlich bedingte Abwärtsspirale geraten, genau wie sein filmisches Alter Ego Charlie. Auf Charlies Gesicht, das Gulpilils Falten trägt, sieht man die Narben eines Landes, das nicht mehr zu erkennen ist. Die Ureinwohner/innen Australiens sind längst verdrängt: Für sie gibt es keinen Platz. Dennoch ist ihr Dasein das einzige, was das Wesen des Landes ausmacht. Als Charlie unangestrengt durch den Busch wandelt, in einem vergeblichen Versuch, zu den "alten Wegen" zurückzukehren, wird klar, dass die Wurzeln seines Volkes auch die Wurzeln des Landes sind. (I.M.)
 
Courtesy of the NFSA