The Overlanders, 1946, Harry Watt (Foto: National Film and Sound Archive of Australia)

The Overlanders (1946)

Regie, Drehbuch: Harry Watt; Kamera: Osmond Borradaile; Musik: John Ireland; Darsteller: Chips Rafferty, John Nugent Hayward, Daphne Campbell, Jean Blue, John Fernside. 35mm, sw, 91 min
 
Eine Propagandaidee der australischen Regierung wurde zu einem der wundersamsten Filme über Landschaft, Menschen und Gemeinschaft überhaupt. Harry Watt, bekannt für seine Dokumentarfilme für die GPO Film Unit, wurde von den britischen Ealing Studios beauftragt, einen Film zu drehen, der die heldenhaften Taten der Australier im Zweiten Weltkrieg offenbart. Eine in ihrer Vielfalt und Gleichberechtigung beinahe utopisch anmutende Gruppe, in der Frauen, Aborigines und Schotten die gleiche Verantwortung tragen, unternimmt eine durch den drohenden Krieg notwendig gewordene Reise mit einem riesigen Rinderkonvoi um den halben Kontinent, von Wyndham nach Queensland. Watt lässt die Landschaft mit ihren riesigen Felsen und leuchtend weißen Bäumen, deren hängende Zweige sich mit dem Kamerablick verweben, sprechen. Die Größe der Natur wäre überwältigend, gäbe es nicht die Solidarität. (I.M.)
 
Courtesy of the BFI