Razorback, 1984, Russell Mulcahy (Foto: National Film and Sound Archive of Australia)

Razorback (1984)

Regie: Russell Mulcahy; Drehbuch: Everett De Roche; Kamera: Dean Semler; Musik: Iva Davies; Darsteller: Gregory Harrison, Arkie Whiteley, Bill Kerr. 35mm, Farbe, 95 min
 
Geschrieben vom legendären Everett De Roche, Australiens intelligentestem Genreautor (Patrick, Long Weekend, Roadgames, Fortress) und inszeniert von Russell Mulcahy, Australiens schrillstem Kunsthandwerker (damals Duran Durans Lieblingsvideoregisseur), ist Razorback ein deformierter Mutanten-Nachwuchs dreier überlappender filmischer Tendenzen: dem exzessiv schillernden visuellen und klanglichen Expressionismus der 1980er, der grausam überbordenden Ozploitation und der guten alten Monsterfilm-Tradition. Die blutige Geschichte um ein gigantisches Berserker-Wildschwein auf der Jagd nach menschlichem Fleisch im ländlichen Australien überschreitet schnell die Grenzen natürlichen Horrors und verwandelt sich in einen hypnotischen Albtraum (die New York Times nannte ihn "dalíesk"), der näher an William Friedkins Sorcerer ist als an Steven Spielbergs Jaws. (J.M.)
 
Courtesy of the BFI