The Chant of Jimmie Blacksmith, 1978, Fred Schepisi

The Chant of Jimmie Blacksmith (1978)

Regie, Drehbuch: Fred Schepisi nach dem Roman von Thomas Keneally; Kamera: Ian Baker; Musik: Bruce Smeaton; Darsteller: Tommy Lewis, Freddy Reynolds, Ray Barrett, Jack Thompson, Angela Punch. 35mm, Farbe, 120 min
 
Noch nie zuvor wurde im australischen Film Rassismus auf so unmittelbare, zugleich populäre Weise aufgezeigt. Schepisi erzählt in suggestiver, machtvoller Bildsprache die Geschichte des Halbblutes Jimmie Blacksmith, der um die Jahrhundertwende den weißen Farmern von New South Wales den Krieg erklärt: ein Underdog, der nicht sein will, was er ist, und den man nicht sein lässt, was er will. Heimatlos sowohl in der Welt der Aborigines als auch in der der Weißen, dem eben im Entstehen begriffenen Commonwealth of Australia, beantwortet er die stete Demütigung, in der er lebt, mit einem blutigen, hilflosen Privatkrieg. Das von Blacksmith veranstaltete Massaker und seine gnadenlose Verfolgung schreibt Schepisi in die grimmige Schönheit einer schweigenden Landschaft ein: Steinwüsten, Bergwälder und die blaugraue Weite des australischen Buschlands. (H.T.)
 
Courtesy of the NFSA