Mad Max, 1979, George Miller

Mad Max (1979)

Regie: George Miller; Drehbuch: Miller, James McCausland; Kamera: David Eggby; Musik: Brian May; Darsteller: Mel Gibson, Joanne Samuel, Hugh Keays-Byrne, Geoff Parry, Steve Bisley. 35mm, Farbe, 93 min
 
Geburtsstunde von Australiens berühmtestem Filmhelden und ein Welthit, entstanden als Guerilla-Kino eines geborenen visuellen Erzählers. Der ausgebildete Doktor George Miller finanzierte Mad Max teils durch Notarztdienste, wo er aus nächster Nähe die blutigen Auswirkungen der exzessiven australischen Autokultur studierte, die seinen Film mitprägte. Die Ersatzteil-Bricolage, aus der das Mad-Max-Universum buchstäblich entstand, wurde zum Look der Postapokalypse, die Millers Filmserie als ein eigenes Popkultur-Genre etablierte. Der erste Teil ist dabei nur vage futuristisch, aber ein perfektes B-Picture: Die Gesellschaft kollabiert schrittweise, der (anfänglich gar nicht so wahnsinnige) Highway-Cop Max (Mel Gibson) wird zum desillusionierten Rächer, nachdem eine marodierende Motorradrocker-Gang seine Familie tötet. Miller inszeniert die Action mit unvergleichlicher Durchschlagskraft: räumliche Übersichtlichkeit, expressive Einstellungen und Sekundenbruchteil-Timing sorgen für maximale Wirkung. (C.H.)