Mad Max III: Beyond Thunderdome, 1985, George Miller, George Ogilvie

Mad Max III: Beyond Thunderdome (1985)

Regie: George Miller, George Ogilvie; Drehbuch: Miller, Terry Hayes; Kamera: Dean Semler; Musik: Maurice Jarre; Darsteller: Mel Gibson, Tina Turner, Bruce Spence, Adam Cockburn, Frank Thring. 35mm, Farbe, 107 min
 
Das unterschätzteste Mad-Max-Opus (auch von Schöpfer George Miller selbst, weil es vom Unfalltod seines Freunds und Produktionspartners Byron Kennedy bei der Vorbereitung überschattet wurde). Statt des rein vorwärtsdrängenden Action-Rauschs der anderen Teile nimmt sich Miller Zeit, um ein barockes Sozialepos im Freakshow-Gewand auszugestalten, das bis heute Filme und Musikvideos inspiriert. Unvergesslich das Eröffnungsstück, wo Max in der Stadt Bartertown strandet, deren matriarchalisch (Herrscherin: Tina Turner) regierte, postkapitalistische Gesellschaft wortwörtlich von Schweinekot angetrieben wird. Kulminationspunkt: Der Master-Blaster-Kultkampf in der titelgebenden Kuppel. In einem Zwischenspiel, das als Kunstfilm durchgehen könnte, konterkariert Miller seine Satire mit Sentimentalität, wenn Max zum Messias für einen Stamm verlorener Kinder wird – bevor die finale und geniale Verfolgungsjagd aufs angestammte Action-Schlachtfeld zurückführt. (C.H.)