Un maledetto imbroglio (Unter glatter Haut), 1959, Pietro Germi

Un maledetto imbroglio (Unter glatter Haut)

Regie: Pietro Germi; Drehbuch: Alfredo Giannetti, Ennio De Concini, Pietro Germi nach Quer pasticciaccio brutto de via Merulana von Carlo Emilio Gadda; Kamera: Leonida Barboni; Schnitt: Roberto Cinquini; Musik: Carlo Rustichelli; Darsteller: Pietro Germi, Claudia Cardinale, Franco Fabrizi. 1959, 35mm, sw, 114 min. Italienisch mit engl. UT
 
Commissario Ingravallo (Regisseur Pietro Germi höchstselbst) sieht sich mit zwei dubiosen Verbrechen konfrontiert. Bei einem Diebstahl sind die Juwelen vom Räuber nach Ingravallos Ansicht viel zu schnell gefunden worden. Eine Spur führt ins Nachbarhaus, wo prompt eine Leiche entdeckt wird. Der hartnäckige Commissario findet sich in einem Dickicht aus Ungereimtheiten wieder: (zu) ideale Alibis, versteckte Briefe und geänderte Testamente. Hinter den wohlanständigen Fassaden der Beteiligten tun sich Abgründe auf. Bald erscheinen die Fälle in ganz neuem Licht. Carlo Emilio Gaddas Romanvorlage gilt mit ihren stilistischen und sprachlichen Innovationen als ein (unverfilmbares) Meisterwerk der italienischen Moderne. In seiner freien Adaption konzentrierte sich Germi lieber auf den kriminalistischen Aspekt: Sein lustvolles Arrangement der tückischen Volten und kritischen Untertöne macht Un maledetto imbroglio zum zentralen Vorläufer des modernen Giallo all'italiana der nächsten Dekade. (C.H.)
 
Courtesy of Cinecittà