Macchie solari (Sonnenflecken)

Regie: Armando Crispino; Drehbuch: Armando Crispino, Lucio Battistrada; Kamera: Carlo Carlini; Schnitt: Daniele Alabiso; Musik: Ennio Morricone; Darsteller: Mimsy Farmer, Barry Primus, Ray Lovelock. 1975, 35mm, Farbe, 101 min. Italienisch mit dt. UT
 
Eine Hitzewelle zieht über Rom, die Selbstmordrate steigt über Nacht mysteriös an. Die psychisch labile Pathologin Simona (ideal: Mimsy Farmer) hat alle Hände voll zu tun – und halluziniert, dass die Toten wiederauferstehen. Nachdem anderntags Simonas Nachbarin als Suizid in der Leichenhalle eingeliefert wird, behauptet deren Bruder, es sei ein getarnter Mord. Genau Simonas Spezialgebiet ... Armando Crispinos später Grenzgänger-Giallo verzichtet wie La donna del lago oder Il profumo della signora in nero auf handelsübliche Zutaten (wie Handschuhe und Messermorde), um andere Mysterien zu erforschen: Die Abgründe der Protagonist*innen und eine verschachtelte Konstruktion, die sich wie Ennio Morricones Musik vom atonalen Arrangement zur melancholischen Melodie der schauerlichen Erkenntnis wandelt. Ein ganz eigenwilliges und eigenständiges Psycho-Puzzle, auf deutsch einst irreführend als Zombie-Stück vermarktet. (C.H.)
 
Courtesy of Cineteca Nazionale