Nuit et Brouillard

Nuit et Brouillard (1955)

Regie: Alain Resnais, Mitarbeit: Chris Marker, Kamera: Ghislain Cloquet, Sacha Vierny, Musik: Hanns Eisler, mit Michel Bouquet (Erzähler). Farbe und s/w, 32 min, Frz. OmeU

Strange Victory (1948)

Ein Film von Leo Hurwitz, Kamera: Peter Glushanok, George Jacobson, mit Alfred Drake, Muriel Smith, Gary Merrill, Saul Levitt. s/w, 63 min, Engl. OF Restaurierte Urfassung der Cinémathèque française

 

"Und es gibt uns, die wir beim Anblick dieser Trümmer aufrichtig glauben, der Rassenwahn sei für immer darunter begraben. Uns, die wir tun, als schöpften wir neue Hoffnung, als glaubten wir wirklich, dass all das nur einer Zeit und nur einem Land angehört. Uns, die wir vorbeisehen an den Dingen neben uns und nicht hören, dass der Schrei nicht verstummt." (Paul Celan nach Jean Cayrol, Kommentar zu Nacht und Nebel). Was Resnais 1955 auf dem Weg eines Rückblicks auf die Konzentrationslager auszudrücken versucht, geht Hurwitz 1948 in seinem meisterlichen Film-Essay frontal an: das Gefühl, dass das Kriegsende kein Ende für Faschismus, Rassismus, Mitläufertum war - und zwar in den USA: "Wenn wir gewonnen haben, warum sehen wir dann aus, als hätten wir verloren?" Strange Victory ist ein episches Gedicht aus Sprache, Licht, Schatten und das Dokument einer linken US-Intelligenz, die wenig später brutal aus dem öffentlichen Leben "weggeräumt" wurde.